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Televorsatz Retina-Curtar-Xenon C 1:5.6/35mm

von Schneider-Kreuznach - # 4909708

Neben dem 80mm Longar ist dieser 35mm Weitwinkelvorsatz in Verbindung mit dem dazu passenden Kodak Mehrfachsucher   eine Möglichkeit eine Retina zu einer Systemkamera auszubauen. Das bot sonst kein Hersteller für seine Faltbalgenkameras. Natürlich wurde der große Vorteil eines solchen Systems besonders Platz sparend zu sein damit aufgegeben. Dieses Curtar hier allerdings ist besonders klein gebaut, so dass es noch hinter der Objektivklappe versteckt werden kann. Andere Modelle, vor allem das große Tele-Longar bieten diesen Vorteil nicht. Die Handhabung und die Verwendung in der Praxis war nicht eben unkompliziert (siehe weiter unten), was wohl viel dazu beitrug, dass die Fotografie für die meisten als zu technisch und zu kompliziert angesehen wurde. Der Preis für eine komplette Ausstattung einer Retina zu einem System lag zudem über dem, was für eine Spiegelreflexausrüstung aufzubringen notwendig war. Der engagierte Amateur strebte da wohl eher eine Reflexkamera an, wenn es denn Wechselobjektive sein sollten, der einfacher gestrickte Laie sehnte sich nach dem alles könnenden Vollautomaten. Beide konnten in der Folgezeit bis heute bestens bedient werden. Die Retina war damit von einer eleganten, pfiffigen und kleinen Taschenkamera zu einem massigen, schweren und trägen Dinosaurier mutiert und fand dann auch bald ihr Ende.

"Zwischen den Linsen des Objektivs muss der Zentralverschluss angeordnet sein, wenn die beste Ausnutzung des Negativs bei allen Blenden und Belichtungszeiten gewährleistet sein soll. Bei der Retina IIc und IIIc wird dieses Problem auch für die Wechseloptik gelöst, indem nur der vordere Teil des Standardobjektivs gegen eine entsprechende Weitwinkel- oder Teleoptik ausgewechselt wird. So bleibt der neue Synchro Compur als "Zwischenlinsenverschluß" optisch immer an der richtigen Stelle. Alle RETINA-Wechselloptiken und das Standard-Objektiv, das feinstkorrigierte Xenon oder Heligon f:2,8 bzw. f:2,0 weisen eine auf die besondere Erfordernisse des Farbfilms abgestimmte Vergütung auf."  (Aus einer Werbung)

Das Retina Xenon Curtar in Verbindung mit einer Retina IIC:


Erweiterte Aufnahmemöglichkeiten durch die „Retina“-Teleoptik und die „Retina“-Weitwinkeloptik

Das Standardobjektiv der „Retina“ ist ein 6-linsiges

                        „Retina“-Xenon C oder

                        „Retina“-Heligon C, f:2,8/50mm.

Der auswechselbare Teil des Standardobjektivs lässt sich durch Drehen entgegen dem Uhrzeigersinn bis zum Anschlag aus dem Verschluß nehmen. Zum bequemeren Auswechseln und sicheren Aufbewahren empfehlen wir dringend den für das Standardobjektiv vorgesehenen Spezialbehälter.

An Stelle des herausgenommenen Standardobjektivs kann, je nach Verwendungszweck,

            a)  die Teleoptik „Retina“-Longar-Xenon C oder

                                   „Retina“-Heligon C, f:4/80mm oder

            b)  die Weitwinkeloptik „Retina“-Curtax-Xenon C oder

                                   „Retina“-Heligon C, f:5,6/35mm

eingesetzt werden. Nehmen Sie den Wechsel aber nicht in hellem Licht vor!

Die Wechseloptik lässt sich nur in die Camera einsetzen, wenn der rote Punkt an der Fassung der Wechseloptik dem roten Punkt am Bajonettring genau gegenüberliegt. Eine kurze Drehung der Optik im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag gewährleistet festen und sicheren Sitz.

Vor der Aufnahme mit der Teleoptik messen Sie mit dem Messsucher Ihrer „Retina“ die Entfernung zum Aufnahmegegenstand und lesen an der Entfernungseinstellmarke den gemessenen Wert ab. Dann kippen Sie die Camera zum Körper hin und übertragen diesen Wert auf die /Weiß auf schwarzem Grund) Entfernungsskala für Teleoptik durch Drehen des Entfernungs-Einstellknopfes, bis der entsprechende Entfernungswert der Teleskala auf die T-Marke weist. Aber benutzen Sie dazu keinesfalls den schwarzen Ring (Schärfentiefenring) an der Teleoptik. Dieser gilr nur zur Feststellung der Schärfentiefe.

Mit der Teleoptik können Aufnahmen von ¥ bis 2m gemacht werden, unter Vorschaltung der T 1-Einstell-Linse kann auch die Entfernung bis 1m eingestellt werden. In diesem Fall wird die gemessene Entfernung auf die (gelb auf schwarzem Grund) Skala übertragen.

Beim Ablesen der zu übertragenen Entfernung bemerken Sie zwischen den einzelnen Entfernungswerten feine Teilstriche. Dieselben finden Sie auch, zur leichteren Übertragung, auf der Entfernungsskala für die Teleoptik.

Die Entfernungseinstellung bei Weitwinkelaufnahmen erfolgt in derselben weise wie bei der Teleoptik. Der mit dem Meß-Sucher festgestellte wert wird durch Drehen am Entfernungs-Einstellknopf auf der (schwarz auf weißem Grund) Weitwinkel-Entfernungsskala gegenüber der ¨-Marke eingestellt.

Übertragen Sie beim Photographieren mit der Wechseloptik  die Entfernung stets auf die richtige Skala!

Die Weitwinkeloptik ist, ebenso wie die Teleoptik, mit einem Schärfetiefen-Anzeiger versehen. Sein drehbarer Ring trägt eine Entfernungsskala, und zwar in derselben Grundfarbe wie für das Arbeiten mit dem Standardobjektiv. Eines allerdings müssen Sie dabei beachten: Es darf keine größere Blende eingestellt werden, als sie die jeweilige Wechseloptik als größte aufweist (Tele: Blende 4; Weitwinkel: Blende 5,6), da sonst Unterbelichtungen auftreten. Achten Sie auch darauf, dass das auswechselbare Teil des Standardobjektivs nicht mit dem einer anderen „Retina“ vertauscht wird. Deshalb muß die Nummer des Standardobjektivs stets mit der des Bajonettringes übereinstimmen.

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Copyright © Reinhard Krahé