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Agfa Karat 12 - Typ 2016/00

Springbalgenkamera mit gekoppeltem Messsucher für Standart Kleinbildfilm

Die Karat 12 gab es von 1941 (erste Modellreihe, nicht zum Ausliefern gekommen) bis 1948 in insgesamt  11 Modellen und den unterschiedlichsten Varianten: mit unvergüteten und vergüteten Optiken, mit unsynchronisierten und ab 1948 synchronisierten Verschlüssen, unterschiedlichen Gehäusekappen (ohne Prägung, mit Prägung „Agfa Raute“, mit Prägung „Agfa Raute und Made in Germany“, mit Prägung „Agfa Raute und Made in Germany und Karat 12“), mit tropfenförmigem (bis ca. 1948) oder rundem (ab ca. 1948) Schnellschalthebel (Filmtransport und Verschlussaufzug), ohne oder mit Zubehörschuh, ohne oder mit aufgeschraubten Blendenrechner.

Produziert wurde die Modellreihe Karat von Agfa zwischen 1936 und 1956. 1937 kam die erste Karat dann in den Handel. Die Karat 6,3 mit einer Art Deco Front. Mit dieser Kamera war Agfa seiner Zeit weit voraus.  Zum einen stattete man die Karat unter anderem mit Eigenschaften wie Bildzählwerk und Doppelbelichtungssperre aus.  Zum anderen setzte man schon damals auf das Filmformat 24 x36.
Eine absolute Innovation war aber die Karat-Filmpatrone. Sie erleichterte das Filmeinlegen enorm und es war nun unproblematisch den Film auch bei Tageslicht zu wechseln. Trotz aller Features war die Karat klein und handlich, weshalb sie auch von Agfa als ideale Zweitkamera beworben wurde. Doch war der Siegeszug der 135er Kleinbildpatrone nicht mehr aufzuhalten, der Karat Film war nun mal leider ausschließlich auf Agfa Kameras beschränkt. Das brachte die Händler dazu den Massenfilm eher zu bevorraten als Produkte von Agfa. Auch die Beschränkung auf nur 12 Aufnahmen pro Patrone bei annähernd gleichem Preis und das "Voll gegen Neu" Verfahren riefen nicht unbedingt neue Kundenströme herbei. Also beschloss man bei Agfa mit dem Strom zu schwimmen und ebenfalls Kameras für die Kodak Patrone zu bauen. Bis auf die notwendigen, den entsprechenden Patronentypen geschuldeten Unterschiedlichkeiten glichen sich die zeitgleich vorgestellten Modelle sehr. (siehe Abb. unten)

 

Karat 12

Beide besaßen neben der erstklassigen Verarbeitung einen Messsucher, Doppelbelichtungssperre, Schnelltransport und hochwertige Objektive. Die hier besprochene Kamera (Typ 2016/00) wurde 1948 gebaut.

     Karat "12"

Die 12 bezieht sich auf die Anzahl der maximal möglichen Bilder auf Karat Film, ein Dutzend Aufnahmen galten damals als ausreichend für einen "Wochenendfilm". Eingeführt wurde die Karat 12 im Jahr 1945 ausverkauft 1950

Karat "36"    

Die Modellbezeichnung Karat 36 deutet auf den Filmtyp 135 hin, der in Längen bis zu eben 36 Aufnahmen konfektioniert war.

Alle AGFA Karat Kameras:

Karat 36

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