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Certo Durata II

Faltbalgenkamera mit Scherenspreiztechnik im neuen Look, passend zur Super Dollina II

Bei späteren Modellen wurde auf den Schriftzug auf der Kameravorderseite verzichtet. Oben links ein rares Modell mit schwarzer Objektivplatte. Zusammen mit dem Certo Entfernungsmesser (untere Abbildung) bildeten so Kamera und Messgerät eine "optisch harmonische Einheit". Der Terminus "Design" war in der DDR ungebräuchlich. Ansonsten hätte der Clou von westlichen Werbefuzzies stammen können: ein paar einlullende Worte und schon hat man sich die Kosten einer Verchromung gespart. Was ein paar Gramm Grafitlack ausmachen können....

Das Durata II war das Folgemodell der Durata von 1947, welche die Nachkriegsära der Firma Certo einläutete. Sie besaß nun einen integrierten Sucher. In ihr wurde ein Cludor 200 und ein Meyer Trioplan 50 mm F/2,9 verbaut. Die größere und teuere Schwester, die Super Dollina II (im Bild oben links), wurde zeitgleich gebaut, hatte aber einen Entfernungsmesser und ihre Ausstattung war um einiges besser. Beide Kameras jedoch, das war deutlich zu spüren, konnten nicht mehr mit der Qualität der Westprodukte mithalten. Auch sollten sie die beiden letzten Klappkameras sein, die im Osten gebaut wurden. In der Folgezeit sanken die Produkte der in früheren Tagen einfallsreichen und nie um Novitäten verlegenen Firma Certo immer mehr im Niveau herab, bis schließlich zu allerschlichtesten Amateurkameras wie Certophot und SL 110 (siehe unten). Lediglich der Bau von EXA Spiegelreflexkameras können ein wenig das Image aufpolieren.

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