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Agfa Karat 3,5 - 2025/01

Agfas erste Nachkriegs Springbalgenkamera

Aus einem Prospekt von 1950:

Eine reizende kleine Kleinbildkamera mit dem Agfa Apotar 1:3,5 f=55 mm, Prontor - Verschluss, 12er Karat-Patrone.

Die Karat 12/3,5 hat wegen ihres niedrigen Preises und der erstaunlich guten Leistung viele begeisterte Liebhaber gefunden. In der Anwendung der Karat - Patrone mit 12 Aufnahmen sehen viele Amateure den Vorteil, dass diese Bildmenge gerade ausreichend ist für einen schönen Fototag. Das scharf zeichnende Agfa Apotar ist ein dreilinsiger Anastigmat mit der hohen Lichtstärke von 1:3,5. Der Prontor - Verschluss (B,  1, 1/2 usw. bis 1/250) ist mit einem Selbstauslöser versehen. Zusätzlich ist ein "T-Schieber" für lange Zeitaufnahmen vorhanden. Die Entfernung stellt man bequem an der Frontlinse ein. Eine sichere Sperre schützt vor Doppelbelichtungen und Leerschaltung. Weich arbeitende Gehäuseauslösung. Eingebauter optischer Durchsichtsucher mit großem hellen Bild. Automatisches Bildzählwerk. Durch einen Fingerdruck springt der Objektivträger in Aufnahmestellung, so dass die kleine wendige Karat schnell zu jedem Schnappschuss bereit ist.   -   Preis: 98.- DM

Die hier beschriebene Kamera stammt aus dem Jahr 1949, ist somit ein recht frühes Nachkriegsexemplar und schlichter gehalten als ihre Vorkriegsvorgängerin. Sie hat nur einen Prontor II Verschluss mit einer Belichtungszeit von bis zu 1/250 Sek. und lediglich ein dreilinsiges Apotar Objektiv mit einer Anfangslichtstärke (daher das "3,5" im Namen!) von F:1/3,5. Sie besitzt ein Metallgehäuse mit Robusitbezug, ihre blanken Metallteile sind vernickelt. In der optischen Achse liegt ein großer, lichtstarker Fernrohrsucher. Es gab sie vor und nach dem Krieg in verschiedenen Ausführungen.

Vorkriegsausführungen:

Typ  201/3: Karat 3,5 Solinar 50mm mit Compur-Rapid Verschluss (1938/41) mit Aluminiumgehäuse und angeschraubten Tragösen (siehe >>>>>)

Typ 201/5: Karat 3,5 Solinar 50mm mit Compur-Rapid Verschluss (1938/41) mit vernickeltem Gehäuse

Nachkriegsausführungen:

Typ 2025/01: Karat 3,5 Apotar 55mm mit Prontor II Verschluss (1946/48) mit vernickeltem Gehäuse (diese hier)

Typ 2025/04: Karat 3,5 Apotar 55mm mit Prontor S Verschluss (1948/49) mit vernickeltem Gehäuse

Typ 2025/24: Karat 3,5 Apotar 55mm (vergütet) mit Prontor S Verschluss (1948/49) mit vernickeltem Gehäuse

Dazu gab es je nach Herstellungsdatum weitere Unterschiede z. B. mit oder ohne Tragösen, Meter- oder Feet Skalen, Normal- oder Tropenausführung oder gar ab 1950 mit synchronisiertem Verschluss. Die Karat 3,5 (Typ 201/3) wurde von 1937 bis 1938 insgesamt ca. 30.000 mal produziert, die Typ 201/5 gut 33.000 mal. Nach dem Krieg wurden als erste Kamera der Währungsreformzeit noch einmal 27.000 Stück hergestellt. Alle Karat 3,5 vor und nach dem Krieg brachten es somit auf rund 90.000 Exemplare.

Alle AGFA Karat Kameras:

       
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