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Agfa Karat IV

Letzte Agfa Karat mit gekoppeltem Entfernungsmesser für den 135er Film

Karat 36

Die Karat IV wurde in den Jahren 1954 - 1956 als Flaggschiff der Agfa Springbalgenkameras gebaut. Sie erhielt im Gegensatz zur Karat 36 (linke Abb.) ein neu gestaltetes Gehäuse, welches sich in der Mitte nun nach oben wölbte, um den wesentlich größeren und lichtstärkeren Sucher aufzunehmen. Die Entfernungsmessung erfolgte hier über ein eingespiegeltes Misch- und nicht mehr über einen Sektorenfeld.  Der Zubehörschuh saß jetzt mittig, dafür lag der Suchereinblick auf der linken Seite. Als Objektive kamen wahlweise  das Solinar 2,8/50, das Solagon 2/50, das Xenon 2/50 oder das Heligon 2/50 zum Einsatz. Als Verschluss wurde der Prontor SVS verbaut. Von den diversen Typen wurden rund 55.000 Stück hergestellt, mehr als 80% gingen davon allerdings ins Ausland. Es gab auch Modelle, welche oben auf dem Gehäuse den Aufdruck "Ansco Karomat" trugen und auf deren Gehäuseboden "Made for Ansco - by AGFA Kamera Werk - München Germany" eingeprägt war. Außerdem waren die Entfernungsskalen in "feet" angegeben. Sie wurden von Ansco, Binghamton, USA in den Vereinigten Staaten vertrieben, mit denen AGFA bereits 1928 bis Kriegsbeginn fusioniert hatte. Diese Kameras waren nicht eben billig: die Karamat mit einem 2,8er Xenar kostete in den USA 112,50 $, die mit einem 2,0er Objektiv sogar 125.- $. Bei und lag der Preis knapp unter 400.- DM. Die Zukunft jedoch gehörte den Kameras mit festmontiertem Objektiv. Auch die Firma Agfa folgte dem Zeitgeist, übernahm aber wesentliche Teile von der Karat IV, so zum Beispiel für die Super Silette von 1956,hier rechts deutlich zu sehen.

Super Silette

 

 

Die Bedienungsanleitung für die Karat IV kann hier als ZIP-Datei ( 5 MB) heruntergeladen werden >>>>>>

Alle AGFA Karat Kameras:

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