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Agfa Karat 36 - Typ 2050/314 (Exportmodell)

Neuere Variante der Springbalgenkamera mit gekoppeltem Messsucher für Standart Kleinbildfilm

Karat 36 von 1949 (hinten) und Karat 36 von 1953 (vorne)

Karat 36 von 1949

Karat 36 von 1953

 

Diese spätere Variante der Karat 36 weist gegenüber ihrem Vorgängermodell abgesehen davon, dass es sich hier um eine Exportvariante mit feet Skala handelt, einige Unterschiede auf. Oberseite: Das Bildzählwerk ist nun ins Gehäuse integriert, der Auslöser besitzt jetzt ein Schraubgewinde für einen Drahtauslöser. Die Tiefenschärfenrechnerscheibe ist verschwunden, die neue Karat 36 hat nun eine Tiefenschärfenskala am Objektivkorpus (siehe Abb. unten). Die Beschriftungen haben sich geändert, die Agfa Raute ist nun ins Rückleder eingepunzt, ebenso das "Made in Germany". Der Schriftzug "Agfa Karat 36" erscheint in Schreibschrift diagonal auf der Oberseite. Der Zubehörschuh ist verchromt und ohne Riffelung und sichtbare Schrauben. Frontseite: die Objektivstandarte ist neu gestaltet worden, der kleine Hebel um die ("T") Auslöserverriegelung einzuschalten ist verschwunden. Statt mit einem  Compur Rapid ist die Kamera nun mit einem Synchro Compur Verschluss ausgestattet. Die Gehäusekanten sind neuerdings verchromt. Das Stativgewinde auf der Unterseite hat jetzt kleines Gewinde.

Es gab auch Modelle, welche Oben auf dem Gehäuse den Aufdruck "Ansco Karomat" trugen und auf deren Gehäuseboden "Made for Ansco - by AGFA Kamera Werk - München Germany" eingeprägt war. Außerdem waren die Entfernungsskalen in "feet" angegeben. Bei diesen Geräten handelte es sich um Karat 36 Kameras für den amerikanischen Markt. Sie wurden von Ansco, Binghamton, USA in den Vereinigten Staaten vertrieben, mit denen AGFA bereits 1928 bis Kriegsbeginn fusioniert hatte. Diese Kameras waren nicht eben billig: die Karamat mit einem 2,8er Xenar kostete 112,50 $, die mit einem 2,0er Objektiv sogar 125.- $. Sie sind in den USA nicht eben häufig und hierzulande verständlicherweise eher selten zu finden.

Die Karat IV wurde in den Jahren 1954 - 1956 als Nachfolgerin der Karat 36 und als Flaggschiff der Agfa Springbalgenkameras gebaut. Sie erhielt im Gegensatz zur Karat 36  ein neu gestaltetes Gehäuse, welches sich in der Mitte nun nach oben wölbte, um den wesentlich größeren und lichtstärkeren Sucher aufzunehmen. Die Entfernungsmessung erfolgte hier über ein eingespiegeltes Misch- und nicht mehr über einen Sektorenfeld.  Der Zubehörschuh saß jetzt mittig, dafür lag der Suchereinblick auf der linken Seite.

Alle AGFA Karat Kameras:

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