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Kodak Retina I (Typ 141)

Neugestaltete Kamera nun mit einem in das Gehäuse integrierten Auslöser

Als Typ 143 auch in schwarzer Ausstattung zu haben >>>>>

Das Modell Retina I - Typ 141 ist recht selten, es wurde nur knapp 32.00 mal gebaut. In der baugleichen schwarzen Ausführung, die als Retina I - Typ 143 ein Jahr später erschien, gab es nur 21.500 Stück. Diese Kamera hier ist die preiswerteste Variante der 141. Es gab sie aber auch mit Tessar Objektiv und/oder Compur Rapid Verschluss (bis 1/500) - Tessar Objektive findet man in den Modellen 118, 119, 126, 141 und 148 von 1936 bis 1939

Für die Retinas (hier Typ 141 und 142) wurde auch in den USA geworben, logisch, da der Mutterkonzern ja dort beheimatet war. Kodak selbst stellte qualitativ nichts vergleichbares her, auch andere Firmen wagten sich nicht so recht an Kleinbildkameras heran. Einzig die Kodak 35 und die Argus Kameras waren in diesem Gebiet zu finden. Beide jedoch eher schlicht gehalten.

Kodak 35 Rangefinder - ab 1938

Argus C3 - ab 1939

Die KODAK 35 war der einzig ernstzunehmende Versuch aus Rochester in die Welt der 35mm Fotografie einzudringen. Das Objektiv stammt von einer 4,5cm Rollfilmkamera und ist mittels Blechtubus hübsch hässlich am Kameragehäuse angeflanscht. Sie  wurde ab 1938 bis 1948 hergestellt und erst 1951 durch ein modifiziertes Modell mit Mischbildentfernungsmesser ersetzt. Der größte Abnehmer dieser Apparate war das Militär, denn es ging ja wohl nicht an, dass man sich dort der Gerätschaften des Feindes bediente. So gab es die KODAK 35 in Olivgrün fürs Heer und in schwarz für die Air Force. Für den freien Verkauf waren die Margen begrenzt.

Die Firma Argus, Ann Arbor/Michigan, erlangte Weltberühmtheit durch die Produktion der sog. "brick-bodied-cameras", den unverwüstlichen C-Modellen ab 1938. Hier wurde Phenol-Formaldehyd eingesetzt, auch als Bakelite bekannt. Das Ding hatte seiner Form wegen den Spitznamen "The Brick" (Brikett) Die Argus C3 ist eine Messsucherkamera mit Wechselobjektivsystem. Es gab dafür noch ein 35 mm und ein 100mm Objektiv. Diese wurden in München für Argus produziert. Es zeugt von der Popularität der Argus klassischen C-Modelle, dass man 28 Jahre (!!) lang an eben dieser gleichförmigen 'Ziegelstein'-Serie festhielt - ein Rekord im Kamerabau. 1966 wurde die Produktion der C3-Modelle endgültig eingestellt.

Der Sucher der Retina ist immer noch ein Schwachpunkt: wer - wie ich - Brillenträger ist, hat keinen Überblick. Doch auch Menschen ohne Sehhilfe sei empfohlen das Gerät ganz nah ans Auge zu pressen, wie es hier in der Abbildung aus der Gebrauchsanleitung zu sehen ist. Oder man benutzt einen Aufstecksucher, der gleichzeitig als Entfernungsmesser fungiert.

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