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Kodak Retina II a (Typ 016)

Januar bis Mai 1951

Retina 014

Bei der Retina II a handelt es sich um eine Neuentwicklung der Retina II a (Typ 014) aus dem Jahr 1950 (siehe oben) Eine der wichtigsten Neuerungen besteht im Schnellschalthebel. Seit dem etwas verunglückten Konstruktionstyp 122 von 1936  hat es keinen mehr gegeben. Hier ist eines der allerersten Modelle dieser neuen Kamera. Noch besitzt sie einen einfachen Compur-Rapid Verschluss ohne umschaltbare Blitzsynchronisation und ein kleines Rückspulrad.

Von diesem Typ sind nur ca. 10.000 Stück (von 189.000) gebaut worden. Zum Vergleich aufgestapelt Retina II a aus früher (oben) bis später Zeit (unten):

Bis auf einige kleine Unterschiede sind die Retinas der Baureihe 016 annähernd gleich, es gilt also, so nicht anders vermerkt, die Beschreibung der Retina 016 von Juni 1951 bis 1954:

  

Die beiden Retinas stellen sich vor
Die Retina gehört zum Typus der Springspreizen-Kameras mit verschließbarem Laufhodendeckel und fest eingebauter Optik. Diese Form hat sich bewährt und fand viele Anhänger. Verschließbarkeit gewährt Schutz, Sicherheit, Vertrauen. Man soll sich angewöhnen, die Retina in Aufnahmepausen zu schließen.
Die fest eingebaute Optik weist der Retina eine Grenze zu, allerdings eine sehr, sehr weite. Die 5-cm-Brennweite ist die universellste, umfassendste Brennweite, mit der wir das Hauptgebiet einer Kleinbildkamera — die Nahbildaufnahme — beherrschen und eine längere Brennweite gut entbehren können. Dafür hat sich die Retina mehr und mehr zu einem Instrument für Nah- und Lupen- Auf nahmen bis 11 cm Abstand entwickelt und erschließt damit die Wunderwelt der kleinen Dinge, in der es viel Interessanteres zu entdecken gibt als in der Ferne.
Die beiden Retina-Modelle I a und II a sind ein Geschwisterpaar, das viel Gemeinsames und nur wenig Unterschiede hat.
Gemeinsam ist Ihnen:
* zunächst die Bauart, das markante Retina-Gesicht, die Präzision, die Bedienungselemente und im Einzelnen
* die Kupplung von Filmtransport, und Verschlußaufzug, bewirkt durch den Schnellaufzugshebel, als ganz neues Merkmal, der Vereinfachung der Bedienung und erhöhte Schußbereitschaft mit sieh bringt;
* der Antireflex-Hartbelag, der die Brillanz der Bilder verbessert, die Lichtdurchlässigkeit der Optik erhöht und Reflexe vermeidet;
* die ausgezeichnete Farbkorrektur aller Retina-Objektive als wichtige Voraussetzung für Farbaufnahmen;
* der bewährte Compur Rapid-Verschluß mit eingebautem und synchronisiertem Blitzlicht-kontakt, der als jüngster technischer Fortschritt das Gebiet der Vacublitz- und Elektronen-blitz-Fotografie sehr erweitert und erleichtert; die übersichtlichen Einstellskalen, deren konzentrierte Anordnung der Schußbereitschaft zugute kommt:
* die kombinierte Entfernungs- und Tiefenschärfen-Ablesung;
* das Zählwerk, im Schnellaufzug eingebaut und von 36 an die unbelichteten
* Aufnahmen zählend;
* der Filmanzeiger als nützliche Gedächtnisstütze;
* die Einstellmarkierung für Infrarotmaterial;
* die Buchse für den Drahtauslöser, neuerdings im Auslöser angeordnet;
* die Entkuppelung der Verschlußspannung, so daß auch ohne Auslösung
* transportiert werden kann;
* die Entkuppelung des Filmtransportes, so daß beabsichtigte Doppelbelichtungen möglich werden;
* der Aufsteckschuh für Zubehör.
Und das sind die Unterschiede:
* Die Retina II a ist mit dem Retina-Xenon oder Retina-Heligon l : 2/50 mm die lichtstärkere Kamera. Der kombinierte und gekuppelte Sucher-Entfernungsmesser erweitert ihre Schußbereitschaft und Leistung.
* Die Retina I a hat in dem Retina-Xenar l : 3,5/50 mm eine ausgezeichnete und in der Ausstattung mit dem Xenar l : 2,8/50 mm eine noch lichtstärkere Optik. Auf den Entfernungsmesser wurde zwar verzichtet, doch werden wir noch sehen, daß man auch ohne dieses Hilfsmittel rasch und gut arbeiten kann.

aus: Retina-Tips - Dr. Ralph Weizäcker - Seebruck 1951

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