Kodak Retina II (Typ 014)

Datenblatt

Kameratyp: Balgenklappkamera Kleinbildfilm Filmtransport: Rändelrad, Bildzählwerk, Doppelbelichtungssperre
Hersteller: Kodak AG - Stuttgart Sucher: winziger Fernrohrsucher, Sport-/Klappsucher optional
Baujahr: 1949 - 1954 (No. 259716) Belichtungsmessung: - / -
Objektiv: Schneider - Kreuznach Retina Xenon f:2,0/50 mm (No. 2133804) Blitzanschluss: Blitzkontakt am Objektiv, Zubehörschuh auf der Oberseite
Fokussierung: 1m - unendlich - geriffelter Hebel beschreibt eine Vierteldrehung um das Objektiv Gewicht:  553 g
Verschluss: Compur Rapid 1/1 - 1/500; B - blitzsynchronisiert Abmessung: 122 x 84 x 43 (84)
Sonstiges:
Die Unterschiede der Retina II Typ 014 zum Typ 011 fallen nicht gleich auf den ersten Blick ins Auge: die Objektivabdeckung zur Verschlusseinheit ist jetzt konisch (das wird in der Zukunft so beibehalten werden) - der "Pack-An" für die Entfernungseinstellung ist nun größer und ergonomischer geformt (das wird in der Zukunft.....) - im Innern ist die Klaue, welche in die Patrone greift anders gefertigt - auf die Schärfentiefenscheibe an der Unterseite wurde verzichtet (auch das wird in der Zukunft.....) , dafür gibt es jetzt eine Filmmerkscheibe unter dem Rückspulknopf, der auch ein wenig höher und griffiger ausgefallen ist.
Retina Xenon f:2,0/50 mm - 6 Elemente in 4 Gruppen - es sollte noch lange dauern, bis lichtstärkere Objektive Standart werden sollten Der Verschluss muss immer noch vorgespannt werden - dafür ist er aber gegen Doppel- und sonstige Fehlbelichtungen (die nichts mit dem Motiv zu schaffen haben) verriegelt
Unverändert: der Auslöser, der hoch, lang und dünn aus dem Gehäuse ragt. Das liegt daran, dass der Auslösevorgang einen recht langen Weg durch das Gehäuse bis hin zur Verschlusseinheit zurücklegt, über ein paar Kniehebel, Ersatz- und Brechhebel, andere Hebel.... nun ja : "Fein" - Mechanik eben!
Neu und m. E. verzichtbar: die Filmmerkscheibe. Doch mochte darauf dreißig Jahre lang kein Kamerahersteller verzichten. Ich habe so etwas nie gebraucht, wusste ich doch stets, mit welchem Material ich arbeitete, auch wenn ich mit vier Kameras unterwegs war. Da aber der Durchschnittsamateur sich zu Ostern einen Film kaufte, am Urlaubsort den zweiten zu restlos überteuertem Preis, der dann bis nach Weihnachten hielt, da konnte es schon mal vorkommen, dass Vater nicht mehr wusste, was er geladen hatte. In späteren Jahren ging es mit dieser Erinnerungsmanie sogar soweit, dass es im Zubehörhandel aufzuklebende Plastikhalter für die Filmpatronenpappverpackungslasche (ist das nicht ein schönes Wort?/) gab, natürlich in Profi-Schwarz.

 

    

 

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