Certo Dollina

Datenblatt

Kameratyp: Balgenfaltkamera Kleinbild 24 x 36 mm - #12006 Filmtransport: Rändelrad mit Doppelbelichtungssperre - Freigabe für Rückspulung durch Hochziehen des Transportrades - Filmzählwerk (vorwärtszählend) manuell durch einen gesicherten Schieber zurückzustellen
Hersteller: Certo Camera-Werk Gönna & Söhne, Dresden-Großzsachwitz Sucher: Fernrohrsucher links ins Gehäuse integriert
Baujahr: 1935 - 1937 Belichtungsmessung: - / -
Objektiv: Cassar, Steinheil - München, 2,9/50mm unvergütet - #342513 Blitzanschluss: - / -
Fokussierung: 0,5 m bis unendlich - durch ein Rändelrad auf der Oberseite des Gehäuses Gewicht: 489 g
Verschluss: Compur, Deckel - München, 1/1-1/300,T und B - #3536891 Abmessung: 124 x 82 (88) x 42 (87) mm
Sonstiges:
Anders als bei den Retinas klappt der Objektivschutz nach unten heraus. Sehr gut die angegossenen Tragösen. Um ihre Kameras mit solchen auszustatten brauchte Kodak noch 15 Jahre. Auch einen Zubehörschuh suchte man bei den Vorkriegsretinas vergeblich. Hier die Kombination Deckel - Compur und Steinheil Cassar 5cm f/2.9 zu 75.- RM. Die Dollina war aber auch mit einem Schneider Xenar 5cm f/2.8 zu haben, dann kostete sie 25.- RM mehr.
Die Entfernungseinstellung erfolgte über einen Scherenantrieb, der durch ein Rändelrad auf der Oberseite des Gehäuses gesteuert wurde. War statt dessen ein Entfernungsmesser aufgesetzt, hieß die Kamera Dollina II und war um ein beträchtliches teurer. Die Filmführung mitsamt dem Andruckblech blieb bei allen Certo Dollina Vorkriegmodellen bis zum Ende unverändert. Bei ungenauem Filmeinlegen bestand die Gefahr diesen zu zerreißen.
In den 30ern unverzichtbar: Schärfentiefentabelle auf der Rückseite Sehr praktisch das aufklappbare Aufstellblech an der Unterseite. Dadurch steht die Kamera auf einer ebenen Fläche waagerecht.

 

    

 

 

 

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