Super Baldina

Datenblatt

Kameratyp: Balgenklappkamera Kleinbild 24x36mm Filmtransport: Schlüsselknebel - Filmzählwerk
Hersteller: Balda-Werk, Max Baldeweg, Dresden Sucher: Fernrohrsucher mit automatischer Paralaxenverstellung
Baujahr: 1938 Belichtungsmessung: - / -
Objektiv: Schneider Kreuznach Xenar 1:2,8/50mm (#1404040) Blitzanschluss: - / -
Fokussierung: mittels Hebels am Objektiv 0,85 m bis Unendlich Gewicht: 521 g
Verschluss: Compur 1/1 - 1/300; B; T Abmessung: 125 x 43 (87) x 94
Sonstiges:
Für Hochkantzeitaufnahmen lässt sich die Kamera dank des Aufstellfüßchens prima hinstellen. Quer ist das allerdings wegen des dicken Transportrades nicht gut möglich. Das Xenar von Schneider Kreuznach gehörte mit seiner Öffnungsblende von f:1/2,8 zu den lichtstärksten seiner Zeit, es wurde übrigens auch bei der schmutzigen Konkurrenz, bei den Retinas von Kodak-Nagel verbaut.
Dass diese Super Baldina aus dem Jahr 1938 stammt, lässt sich gut am verchromten Gehäuse des Entfernungsmessers erkennen. Dieser hat ein eigenes Okular und ist in eine obere und eine untere Sektion aufgeteilt, die 3,5 cm auseinander liegen. Das ergibt schon eine gewisse Präzision beim Fokussieren.
Der Sucher ist in seinem Neigewinkel beweglich und wird zur Vermeidung von Paralaxenfehlern automatisch verstellt. Das bewirkt eine Koppelung mit dem Fokussierhebel. Der Auslöser sitzt ganz pfiffig in der Abdeckplatte des Objektivs nahe am Scharnier.
Damit keiner versehendlich das Bildzählwerk verstellen kann, gibt es einen verchromten "Zählwerkuhrdeckel". Darüber der Knopf entriegelt die Kameraklappe. Nach Betätigen fliegt (auch heute noch) die Türe auf als wäre Schulschluss.
Durfte in den 30ern nicht fehlen: Tiefenschärfentabelle. Damit man sie auch noch ablesen konnte wenn die Kamera in der Tasche getragen wurde, besaß diese ein Kläppchen mit Sichtfenster.
Links das groß dimensionierte Transportrad, darunter der Knopf zur Transportfreigabe für das Rückspulen des Films. Auf der anderen Seite der Entriegelungshebel für das Türscharnier. Die Bereitschaftstasche besitzt metallverstärkte Ausschnitte für Filmtransport und Stativgewinde.

 

    

 

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