Kodak Retina I (Typ 126)

Datenblatt

Kameratyp: Balgenklappkamera Kleinbildfilm Filmtransport: Drehknopf, Bildzählwerk, Doppelbelichtungssperre - Filmzählwerk wird durch einen Hebel auf der Rückseite neben dem Okular eingestellt
Hersteller: Nagel Werk (später KODAK) Stuttgart Sucher: Umkehr-Galilei-Sucher
Baujahr: 1936 - 1938 (No. 940996) Belichtungsmessung: - / -
Objektiv: Kodak Anastigmat Ektar (904556) 3,5/50 - f3,5 bis f16 Blitzanschluss: - / -
Fokussierung: 1m - unendlich - geriffelter Knopf beschreibt eine Vierteldrehung um das Objektiv Gewicht: 476 g
Verschluss: Compur Rapid 1/1 - 1/500; T und B Abmessung: 78 x 126 x 38 (84)
Sonstiges:
Will man nicht den kleinen Hebel rechts zum Auslösen drücken (oder per Bindfaden aus der Ferne auslösen, dafür das Loch darinnen) dann kann man einen Auslösestecher einschrauben, eine Art Ultrakurzdrahtauslöser
Der Hebel mit der Bezeichnung "R/A", das ist klar: Freigabe der Transportwalze zum Zurückspulen des belichteten Films. Mit dem anderen links daneben hebt man die Doppelbelichtungssperre auf, n a c h d e m  man den Film weitertransportiert hat. Also eine so genannte halbautomatische Doppelbelichtungssperre!
Die frühen Jahre waren geprägt von Blendenrechnern, Belichtungstabellen, Schärfetiefenskalen und weiteren zahlengespickten Hilfsgeräten. Klar, einen Belichtungsmesser im heutigen Sinn kannte man noch nicht und der zumeist verwendete Schwarzweißfilm war auch gutmütiger als die Farbmaterialien mit ihren engen Toleranzen. Allerdings hielt diese Abrakadabrarechnerei viele Amateure vom Fotografieren ab, vor allem die Frauen. Denen sagte man(-n) ohnehin nach von Tätigkeiten mit "F" nix zu verstehen, als da wäre Fußball, Fahrzeug und - eben - Fotoapparat. Leni Riefenstahl war halt die Ausnahme, welche die Regel bestätigte.

                           

 

 

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