Belca Beltica

Datenblatt

Kameratyp: Balgenklappkamera Kleinbild 24x36mm Filmtransport: Rändelrad auf der Unterseite - Bildzählwerk - Freigabeknopf für Rückspulung
Hersteller: Optik Belca Werke, Dresden Sucher: Fernrohrsucher - Parallaxenausgleich mittels Rändelrad unter dem Sucher
Baujahr: 1951 und 1952 Belichtungsmessung: - / -
Objektiv: Meyer Görlitz Trioplan 1:2,9/50mm (von 1951)

Carl Zeiss Jena Tessar 1:2,8/50mm (von 1952)

Blitzanschluss: Steckkontakt am Objektiv
Fokussierung: mittels Hebels am Objektiv 0,8 m bis unendlich Gewicht: 460 g
Verschluss: Cludor 1/1 - 1/200 und B Abmessung: 120 x 84 x 38 (86)
Sonstiges:
Die Beltica gab es in mehreren Ausführungen, sowohl mit einem Zeiss Tessar als auch mit dem einfacheren dreilinsigen Mayer Trioplan. Ansonsten war die Ausstattung gleich: Drahtauslöseranschluss, Filmzählwerk, lederne Handschlaufe, Stativgewinde, ausklappbares Aufstellbein, sowie die sehr präzise Ausführung der Höhenverstellung des Suchers zum Parallaxenausgleich (oben rechts), welche unverändert von den Vorkriegsmodellen übernommen wurde.
Hier die Frontansicht der beiden Schwestern, links mit dem Meyer Görlitz Trioplan 1:2,9/50mm und rechts mit dem Carl Zeiss Jena Tessar 1:2,8/50mm
Die frühere Beltica von 1951 trug ihren Gerätenummerstempel noch auf dem inneren Rand des Lichtschachts, bei dem späteren (1952) Modell findet er sich auf der Innenseite der Kamerarückwand.

Auf der Vorderseite tragen beide Modelle die Prägeaufdrucke "Baltica" und "Belca - Dresden". Nur das Modell von 1952 hat zusätzlich noch einen Nummernstempel und das Exportqualitätszeichen . Ganz frühe Modelle tragen noch die Bezeichnung "Balda-Dresden", ein  Rechtsstreit führte allerdings dazu, dass sich die Firma umbenennen musste.  Die industriellen Erzeugnisse der Deutschen Demokratischen Republik, welche die Vorgaben der TGL-Qualitätsvorschriften (Technischen Güte- und Lieferbedingungen) erfüllten, wurden mit abgestuften Gütezeichen versehen. Güteklasse 1 stand für gute Qualität, d.h. für Erzeugnisse, die dem Qualitätsdurchschnitt des Weltmarktes entsprachen. Solche Artikel durften exportiert werden. Geringer bewertete jedoch nicht, da sie dem Ansehen der Volkseigenen Republik hätten schaden können.

 

       

 

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